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Urlaub in Sri Lanka (Ceylon)

Die Insel liegt an der Südspitze Indiens, ca. 850 km nördlich des Äquators. Die längste Distanz in Nord-Süd-Richtung beträgt ca. 430 km, in Ost-West-Richtung ca. 210 km. Auf einer Gesamtfläche von ungefähr 65.000 km² leben 17 Millionen Einwohner (1992).
Obwohl die Insel in den Tropen liegt, hat sie durch ihre geografische Lage und die Berglandschaft unterschiedliche Klimazonen. In Sri Lanka gibt es keine Jahreszeiten sondern nur Regenzeiten (Monsunperioden), die jedoch keine sehr großen Auswirkungen auf die Temperaturen haben.
Bis auf die Gebirgslandschaft im Landesinneren, wo die Berge eine Höhe von bis zu 2.500 Meter erreichen, ist das Land überwiegend flach.

Tipps rund um Weligame

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Galle

Mit über 120.000 Einwohner zählt Galle zu den größten Städten Sri Lankas, doch viel bedeutender ist die Stadt aufgrund seiner günstigen Lage und seiner damit verbundenen Geschichte, welche die Stadt sicherlich zur interessantesten Stadt des Südens macht. Auch wenn der Hafen wegen seiner vielen unter der Wasseroberfläche lauernden Felsen und Korallenriffe gefürchtet war, so wurde er durch eine Bucht geschützt, eine Seltenheit an der sonst durch Sandbänke, Lagunen und Riffe schiffsfeindlichen Südküste. Dies wußten auch die Araber und Chinesen zu schätzen, die hier schon im 8. Jahrhundert regen Handel trieben. Im Jahre 1505 landete eine kleine portugiesische Flotte unter dem Befehl von Don Lorenzo D'Almeida, die ursprünglich bei den Malediven Jagd auf maurische Gewürzschiffe machen wollte, aber wegen schlechten Wetters vom Kurs abgekommen war. Der Stadtnamen Galle (vom singhalesischen "Gala", was übersetzt "Felsen" bedeutet), erinnerte die Portugiesen an ihr "Gallo" ("Hahn"), wodurch der Hahn, sowohl unter den Portugiesen, als auch Holländern, als Wappentier der Stadt wurde. Zuerst entstanden hier nur ein winziger Handelsposten, erst 1588, als die Portugiesen von einem singhalesischen König aus Colombo vertrieben wurden und nach Galle auswichen, errichteten sie in Galle eine Befestigungsanlage aus Palmstämmen und Lehm. Dadurch wurde Galle zum wichtigsten Handelshafen für die Portugiesen, die hier vor allem mit Zimt handelten. Im März 1640 belagerten die Holländer unter dem Kommando von General Koster die Stadt mit 2.000 Mann und zwölf Schiffen und eroberten sie schließlich nach einem viertägigen Dauergefecht. Die Holländer machten Galle zu ihrem Verwaltungssitz und errichteten auf den alten portugiesischen Befestigungslagen ein neues Fort mit einer kleinen Siedlung und einem ausgeklügelten und effizienten Kanalisationssystem, bei dem die Abflusskanäle so angelegt waren, daß sie bei Flut automatisch vom Meerwasser ausgespült wurden. Auch bauten sie eine Windmühle, die Meerwasser in Tanks pumpte, mit dem die staubigen Straßen benetzt wurden. 1796 ging Galle, wie der gesamte holländische Einflußbereich auf der Insel, per Vertrag in britischen Besitz. Die Engländer gaben jedoch dem Hafen in Colombo den Vorzug, der verkehrsgünstiger lag und mehr Raum bot, als der enge Naturhafen in Galle. Dadurch erhielt das Fort und die Altstadt in Galle seinen kolonialen Flair von damals. Lohnenswert ist auch der Besuch des "Historical Mansion", welches eines der ältesten Gebäude innerhalb des Forts ist und 1980 vom Schmuckhändler M.H.A Jaffar originalgetreu restauriert wurde. Es beinhaltet sowohl ein Museum, mit sehenswerten Ausstellungsobjekten zur Geschichte Sri Lankas, als auch ein Geschäft in dem man Schmuck und Kunst kaufen kann. Der Besuch kostet keinen Eintritt und niemand wird zum Kauf gezwungen. Am südlichsten Teil des Forts befindet sich der Flag Rock, von dem aus die einlaufenden Schiffe durch die schwierige Passage zwischen Riff und Felsen in den Hafen gelotst wurden. Auf der vorgelagerten Insel, Pidgeon Island, befand sich ein Sicherheitsposten, der einlaufende Schiffe durch einen Musketenschuss warnte und warten ließ, bis der Lotse bereit war. Am südöstlichen Teil der Bucht sieht man den "Rhumassala Hill", welcher eng mit dem Ramayana-Epos verbunden ist: Als Rama und sein Bruder Lakshmana im Kampf gegen den Dämonenkönig Ravana schwer verwundet wurden, sollte der Affengeneral Hanuman ein magisches Heilkraut aus dem Himalaja besorgen, dieser vergaß jedoch unterwegs den Namen der Pflanze, und brachte deswegen, eingerollt in seinem Affenschwanz, gleich den ganzen Felsen mit.

Dondra

Devi Nuware ("Stadt der Götter") oder in volkstümlicher Form Dondra genannt ist der südlichste Ort Sri Lankas, dem man seine einstige Bedeutung nicht mehr zutrauen mag. Unter den Namen Dagana ("Geheiligte des Mondes") wurde er schon Mitte des 2. Jh. von Ptomeläus erwähnt. Im 7. Jh. wurde hier zu Ehren der hinduistischen Gottheit Vishnus der berühmte Maha Vishnu Devale errichtet - ein prächtiger Tempel mit goldenen Dächern und über 1000 Götterfiguren, darunter auch eine menschengroße Figur aus reinem Gold und Augen aus funkelnden Rubinen. 1000 Priester sollen in dem Tempel gelebt haben und weitere 500 Devadasis oder "Gottesdienerinnen", deren Aufgabe allein darin bestand, zur Unterhaltung der Götter zu singen und zu tanzen. Doch 1587 eroberten die Portugiesen die Stadt und zerstörten die gesamte Tempelanlage. Heute findet man nur eine restaurierte Stupa, deren Ursprung 1500 Jahre zurückreicht, und einige neuere und ebenso unbedeutende religiöse Bauten. Die riesige Buddha-statue, die man schon von der Straße aus erblickt, ist neueren Datums und, abgesehen von der Größe, auch nicht besonders beeindruckend. Sehenswert wird das ganze nur jedes Jahr zur Zeit des Esala-Vollmondes (Juli/August) wenn Tausende von buddhistischen und hinduistischen Pilgern zur zehntägigen Dondra-Perahera strömen. Die Perahera hat ihren Ursprung im 13. Jahrhundert, sie ähnelt in vielen Dingen der Kandy-Perahera, die zu dem gleichen Zeitpunkt stattfindet, ist aber wesendlich kleiner. Ebenfalls empfehlenswert ist der Besuch des 1889 erbauten Leuchtturmes. Seine Leuchtfeuer sind 28 Meilen weit zu sehen und mit 52 m Höhe ist er der höchste Leuchtturm Sri Lankas. Mit 5°50` nördlicher Breite (und 80°40` östlicher Länge), markiert er den südlichsten Punkt von Sri Lanka. Von hier bis zum Äquator sind es nur noch gut 600 km aber bis zur nächsten Küste, die Antarktis, über 8000 km und dazwischen nichts als Wasser. Fahrzeit: 45 Minuten

Colombo

In der Hauptstadt Sri Lankas leben ca. 1 Million Menschen und die Stadt ist damit die weit größte der Insel. Der internationale Flughafen von Sri Lanka liegt ca. 30 Kilometer nördlich von Colombo entfernt. Seit einigen Jahren verfügt Colombo auch über einige, sehr schöne Einkaufsmöglichkeiten mit zum Teil sehr günstigen Preisen.
Ein sehr schönes Hotel liegt im nahe gelegenen Stadtteil Mount Lavinia (Mount Lavinia Hotel).

Kandy

Kandy ist 115 km von Colombo entfernt. Die Stadt liegt in 500 m Höhe im zentralen Bergland und verfügt deshalb über ein angenehmeres Klima als in der Küstenebene. Sie ist die dritte und letzte Königshauptstadt Sri Lankas.
In Kandy wird der heilige Zahn Buddhas aufbewahrt.
Besonders schön ist die im Juli/August stattfindende religiöse Prozession, bei der symbolisch das Zahnrelikt auf einem geschmückten Elefanten in Begleitung von Volkstänzern, Tempelabgeordneten und Elefantenbegleitern durch die Stadt geführt wird.

Sigiriya

Im 5. Jh. ließ sich ein König aus Angst vor seinen Feinden eine Residenz auf einem 200 Meter hohen Felsen errichten.
Wer früh aufsteht und den Felsen besteigt, hat von dort oben eine herrliche Aussicht auf die aufsteigende Sonne und die Umgebung.

Weligama

Weligama liegt in einer malerischen Bucht zwischen Galle und Matare an der Südküste Sri Lankas. Das Bild Weligamas wird von einer Insel geprägt, die einst ein französischer Graf vor dem Strand erbauen ließ.
In Weligama kann man den berühmten Stelzenfischern bei der Arbeit zu schauen.